26. November 2006 @
15:23 |
In einem Interview mit e-teaching.org hat Frau Prof. Gabi Reinmann dargestellt, warum Bologna mit Leistungspunkten und Standards nur sehr schwer mit dem verbinden lassen, was man allgemein als Web 2.0 bezeichnet und in Lernumgebungen Vernetzung, Selbstständigkeit und vor allem Kollaboration bedeutet.
Das Interview lässt sich hier abhören.
Das Interview ist entstanden auf dem eUniversity-Kongress vom 08. – 09.11.2006 in Bonn. Dort hatte Frau Prof. Reinmann einen Vortrag über das Thema “Bologna und Web 2.0 – Wie zusammenbringen, was nicht zusammenpasst?” gehalten. Die Folien zu dieser Präsentation sind hier zu finden.
via: lernpfade & konzeptblog
26. November 2006 @
13:45 |
Um mit einer Software sinnvoll zu lernen sollte sie sowohl in der Schule als auch zu Hause verfügbar sein. Ideale Kombination ist also eine Freeware oder OpenSource Software die für Mac, Linux und Windows vorliegt.
Für erste (und natürlich auch fortgeschrittene) Podcast-Experimente ist Audacity wahrscheinlich die beste Besetzung. Aufnehmen, Effekte und kleinere Optimierungen lassen sich damit einfach und schnell umsetzen. Für eine kleine Reportage, einen Bericht oder fremdsprachliche Hausaufgaben im Grunde also bestens geeignet.
Audacity ist kostenlos und kann über den folgenden Link herauntergeladen werden: http://audacity.sourceforge.net/
Für den ersten Podcast braucht man dann nur noch ein Mikrofon. Los gehts!
via: www.tastengott.com
15. November 2006 @
08:23 |
Microsoft will es wissen und positioniert den betagten Mediaplayer Zune, der bereits unter dem Namen Toshiba 1089 erfolglos im Handel war, gegen Apples iPod.Obs funktioniert? Genug Kapital, um den Zune ggf. kostenlos unters Volk zu werfen um wenigstens eine kritische Masse zu erhalten, hätten sie. Aber.
- Das Ding ist inkompatibel zu den bisherigen PlayForSure Portalen wie Napster, MusicLoad und Co. Wow. So behandelt man also seine ehemaligen Partner.
- Das Ding ist größer als der iPod.
- Das Ding kann Musik und Bilder über WLAN an andere Zunes verteilen. Nett. Nur leider wird dabei jeder Song mit einer Sperre (DRM) belegt, sodass er, egal ob selber komponiert, an 3 Tagen maximal 3x abgespielt werden kann.
- Das Ding unterstützt keine PodCasts
- Das Ding ist zur Zeit sogar inkompatibel zu VISTA, Microsofts aktuellem Betriebssystem (via: Mac-Essentials)
- Ob das einzige Schmankerl, die anpassbaren Menus, das alles wettmachen?
14. November 2006 @
18:38 |
It’s hard to imagine many college students would want to sit through their professors’ lectures more than once.
Das Bedürfnis, die Vorlesungen auch nachzuarbeiten und nochmal anzuhören, finde ich berechtig. Es geht dabei nicht darum die Vorlesungen zu ersetzen oder Studierende aus den übervollen Hörsälen zu locken, sondern eben die Lehre zu ergänzen und ohne bedeutenden Aufwand effektiver zu machen. Die Studierenden können sich spannende Passagen oder das informativ dicht gepackte Fazit nochmal anhören und in Ruhe drüber nachdenken.iPod oder nicht hat dabei nichts direkt mit der Diskussion “Präsenzuni” zu tun. Ebenso wie eLearning kann das, muss aber den regulären Unibetrieb nicht aus den Angeln hebeln.
Quelle: http://www.madison.com/wsj/mad/top/index.php?ntid=106857
12. November 2006 @
18:37 |
Eine erste Konzeptskizze, wie sich die Übertragung des Unterrichts nach Hause über eine Videokonferenz realsieren lässt, habe ich begonnen. Sie kann hier und hier als PDF geladen werden.
Alle Schülerinnen und Schüler haben Zugriff auf eine Lernplattform im Internet (basierend auf Moodle). Dort werden Arbeitsblätter, Ergebnisse, weiterführende Informationen hinterlegt und diskutiert. Foren, Chaträume, Wikis und Glossare stehen allen in einem nach außen geschlossenen Raum zur Verfügung.
Für die Videokonferenz ist auf beiden Seiten ein Laptop mit einer Videokamera installiert worden. Als Software kommt Skype zum Einsatz, welches sowohl für Mac wie auch für Windows kostenlos bereitgestellt wird. Durch eine schnelle Internetanbindung reicht die Bildqualität bei der Schülerin aus, sodass selbst aus 3 Meter Entfernung noch die Tafelanschriebe mitgelesen werden können.
Für weitere Fragen, Ideen oder einen Erfahrungsaustausch bitte die Kommentarfunktion benutzen. Ich würde mich sehr freuen.
12. November 2006 @
13:06 |
Die Schriftglättung unter Mac OS X wird eigentlich zentral über die Systemeinstellung “Erscheinungsbild” kontrolliert. Bei mir ist es aber so, dass ich gerne im System eine Glättung ab 8 Punkte hätte, was für die meisten Programme und den Finder selber einfach das angenehmste ist.Im Internet allerdings finde ich es furchtbar, wenn auch die kleineren Schriften einfach weichgewaschen werden. Es weckt in mir das ständige Bedürfnis, die Brille zu putzen.
Zum Glück gibt es eine Lösung fürs Terminal:
“defaults write com.apple.Safari AppleAntiAliasingThreshold 12″.
Die Zahl am Ende zeigt an, ab wann weichgezeichnet wird.
Für OmniWeb würde es bedeuten:
“defaults write com.omnigroup.OmniWeb5.plist AppleAntiAliasingThreshold 12″.
Danach das Programm einmal neustarten. Fertig.
11. November 2006 @
17:41 |
Lernen kann spannend sein, und global. Das Gymnasium Frechen ist eine Solarpartnerschaft mit der Grundschule in Andalamengoke, Südmadagaskar, eingegangen. Die SUNWORKER am Gymnasium in Frechen sind eine Schülerfirma und bemühen sich um einen Technologietransfer, der die Lebenssituation der Menschen in Madagaskar verbessern soll. Dabei steht vor allem die Versorgung der Dörfer mit Elektrizität im Mittelpunkt.
So werden zur Zeit Solar-Home-Systeme und Lampen nach Andalamengoke gebracht, die von den Menschen zur Beleuchtung der Wohnungen verwendet werden. Die Lampen enthalten einen Akku. An der Dorfschule werden Solarzellen installiert, an denen die Lampen bei Bedarf wieder aufgeladen werden können.
Die Zusammenarbeit der Projektgruppen läuft über einen Mac Mini und CoPhyLab, welches auf Plone basiert und eine kollaborative Arbeitsumgebung zur Verfügung stellt.
Wir brauchen mehr von solchen Ideen und Kooperationen an den Schulen… Und damit trete ich mir einmal kräftig auch auf die eigenen Füße.
Mehr Informationen:
CoPhyLab: http://cophylab.no-ip.org/
Power-to-Madagaskar: http://www.power-to-madagascar.org/
10. November 2006 @
17:33 |
Warum muss man, wenn man längere Zeit “krank” zu Hause bleiben muss aber eigentlich am Schreibtisch sitzen kann, auch beim Unterricht fehlen? Gibt es da nicht andere Möglichkeiten?
Wir haben uns das auch gefragt und sind zu dem Entschluss gekommen, es doch einfach mal zu probieren. Eigentlich war ja alles da: Ein Lernportal zur Distribution von Arbeitsblättern, Videosoftware (zum Beispiel Skype), eine schnelle Internetanbindung auf beiden Seiten und die nötige Portion Neugierde.
Die ersten Stunden haben Mut gemacht. Sowohl Unterrichtsgespräch und Erarbeitungen an der Tafel wie auch Gruppenarbeit funktionieren zufriedenstellend. Das MacBook Pro schlägt sich tapfer und scheint ein Mikrofon eingebaut zu haben, was auch im Klassenraum fein genug ist, um kein generelles Rauschen zu produzieren, wenn mal gequatscht wird.
Trotzdem wollen wir mal schauen, wo man noch weiter optimieren kann. Mikrofon, flexible Kamera, andere Software? Wir werden es testen.
Hat schon jemand mit einer solchen low-cost Lösung für “streamed learning” Erfahrung? Ich wäre an einem Austausch sehr interessiert.
9. November 2006 @
19:46 |
Präsentationen haben einen eher schlechten Ruf, wenn es um den Einsatz in Lernumgebungen geht. Das liegt vor allem daran, wenn sie in die Hände von Lehrenden kommen, die damit oft der Gefahr erliegen, eine stringente Auflistung von vielen Inhalten und Daten zu fabrizieren, die unflexibel ist und die Rezipienten in eine Passivität bringt. Zumindest selten zum Lernen. (Aber: Es gibt auch andere Beispiele!)
Was aber, wenn die Präsentation von denen eingesetzt wird, die sich ein Thema erarbeiten. Also so, wie es normalerweise auch im Unternehmen eingesetzt wird, wenn man eine neue Idee seinem Team vorstellen möchte. Khoi Vinh, seines Zeichens Desginer bei der New York Times, hat seine Erfahrungen dazu veröffentlicht. Es zeigte sich, dass Personen, die normalerweise Schwierigkeiten bei der Vorstellung von Ideen hatten, mit einer Präsentation deutlich bessere Ergebnisse erzielen. Grund: Man muss sich vorher Gedanken machen, was wirklich wichtig ist und wo der Kern der These liegt.
Warum das nicht auch im Unterricht gezielter unter dieser Perspektive, als Tool, einsetzen (und nicht als “Übung” für Präsentationen).
Dass Khoi Vinh bei sich auf das Programm Keynote von Apple setzt, ist schön. Es soll aber auch mit Produkten wie PowerPoint funktionieren, wenngleich zu befürchten ist, dass dann die eigentliche Suche nach dem Wesentlichen hinter den Bemühungen zur Bedienung der Programmoberfläche zurückstehen wird.
via: Die Kritiker
8. November 2006 @
15:56 |
Cello spielen lernen in einem Web-Seminar? Verrückt.
Hat schon einer damit Cello spielen gelernt? Ich kanns mir kaum vorstellen.

http://www.cello-academy.com/
7. November 2006 @
15:53 |
Die Revolution durch Bologna wird für Studierende und Professoren sieben Tage die Woche spürbar. Damit endet eine deutsche Tradition, die zwar elitär, aber doch herausragend war. Aus der ihre Kinder umsorgenden Alma Mater, der Universität, wird die (Hoch) Schule – ein kategorialer Unterschied.
Ein Nachruf einer Universität in deutschen Landen, die es kaum noch gibt und wahrscheinlich auch nicht mehr geben wird. Frank Berzbach rezensiert einen Essay von Jochen Hörisch: “Die ungeliebte Universität”.
Meine Meinung? Ich hab bisher nur die Rezenion gelesen und kenne den Aufsatz selber nicht. Die Diskussion ist aber nicht neu…
Ich persönlich sehe in der aktuellen Entwicklung nach Bologna große Chancen und hoffe, dass die Uni eben nicht zu einer Sekundarstufe III für die Studierenden verkommt, sondern über die Modularisierung auch die Möglichkeit eröffnet wird, das Studium flexibel und nach den eigenen Neigungen zu gestalten. Leider scheint die aktuelle Entwicklung eher gegenläufig zu sein. Die Scheine stehen mehr noch als vor ein paar Jahren im Mittelpunkt und die Ökonomisierung (wo bekomme ich welchen Schein schneller?) erreicht eine neue Stufe. So werden die Studierenden zwar schnell zu nutzbarem Humankapital, allerdings bleibt oft das auf der Strecke, was “Bildung” genannt wird.
6. November 2006 @
15:57 |
Michael Kerres schildert in seinem Blog den Eindruck eines Seminarraumes an der echten Uni (in Essen). Fernab von eLearning und Internet holt einen die Realität gnadenlos wieder ein.
Kann man in solchen Umgebungen, die nicht einmal von einem Sonnenstrahl erhellt werden (geschweige denn einen Blick ins Grüne zulassen), wirklich motiviert lernen und konzentriert arbeiten? Klar geht das; sicherlich auch in Bunkern.
Lernen und Kreativität aber brauchen ein passendes Umfeld, welches im weitesten Sinne auch eine positive Ausstrahlen besitzen muss. Und wenn man den Studierenden ein solches Setting bieten möchte damit neue Inhalte in einen lernförderlichen Klima erarbeitet werden können, dann beneidet man die Seminarleitung wahrlich nicht. Allerdings ist Herr Kerres nicht allein. An den Unis gibt es haufenweise dieser 70-er Jahre “Verbrechen”, die wegen des Mangels an Mitteln immer noch nicht renoviert wurden und in denen die Fernseher, obwohl warscheinlich seit Jahren defekt und so gut wie nie genutzt, immer noch rechts und Links von der kleinen Tafel an der Tecke hängen und verstauben.
Ich habe das Glück, dass bei uns an der Schule die Situation (noch) deutlich besser ist, sowohl was die ästhetische Raumgestaltung als auch die Verfügbarkeit von so genannten “neuen Medien” betrifft. Wir haben mobile Klassenzimmer, offene Computerräume, WLAN und eine knackige Außenanbindung. Auf der Höhe der Zeit waren die oben beschriebenen Unis aber sicherlich auch mal. Man muss also aufpassen, dass man nicht glaubt den Status final erreicht zu haben.
Was ich mir an technischen Dingen wünsche? (ganz lose Sammlung…)
1. Informationen wie Termin & Co. können auch auf digitalem Wege verteilt werden
2. One-to-one Projekte
3. SmartBoards und Beamer in jeder Klasse
4. Infotafeln im Eingangsbereich mit allen wichtigen Infos zum Tage und allen Plänen
6. November 2006 @
15:47 |
In ihrem Blog hat Lucy Gray eine Liste von Kalendern zusammengestellt. Eine ganze Reihe von Anbietern macht es inzwischen möglich, seine Kalendar im Internet zu pflegen und zu veröffentlichen. Besonders interessant ist das für Arbeitsgruppen…. Warum nicht auch in der Schule nutzen?