Monthly Archive for Mai, 2008

Als wenn er es geahnt hätte: Humboldts offener Brief

Humboldt hat – wohl in weiser Vorausahnung der Entwicklung – einen offenen Brief an die Bildsungspolitiker geschrieben. Dieser Brief wurde nun entdeckt und in der SZ abgedruckt. Glück gehabt.

“Verzeihung! Sieht so Ihre Wissensgesellschaft aus? Sind Sie noch bei Trost?”

via: Randnotizen

Screencast mit Boardmitteln

Mit Mac OS X 10.5 kann man mit Boardmitteln schnell und einfach einen Screencast erstellen. Eigentlich geht das nur in Verbindung mit einem verfügbaren Mac OS X Server. Eigentlich. Denn mit Berio geht es auch so.

Spinnt denn das ganze Netz?

Nicht nur, dass seit ein paar Tagen meine Internetleitung von QSC aus nicht nachvollziehberen Gründen ausfällt (ein neues Modem ist wohl unterwegs, welches Besserung bringen soll), heute spinnt auch noch das Netz von O2. Scheinbar ist das UMTS Netz hier belegt oder abgeschmiert, sodass ich nicht erreichbar bin und nicht anrufen kann. Nur die SMS, dass man mir auf den AB gesprochen hätte, kam durch. Also mit GSM eingelogged und es geht erstmal. 

Was passiert hier im Raum Wuppertal gerade? Wird das Netz infiltriert?
Ich merke schon, dass ich nicht ganz unabhängig bin von diesem ganzen neumodischen Schnick-Schnack….

Update: Läuft wieder zuverlässig. Hoffe, dass es wirklich das Modem war.

Vergleichende Religionswissenschaften

Klimawandel Hype

Cicero hat eine Übersicht über die kritischen Fragen zum “Klimawandel” erstellt – und die FdoG haben es gleich aufgegriffen. Aufklärung und Erklärung tut bei diesem Thema sicherlich besonders not. Nicht nur, um den Hype entgegenzuwirken.

Leider arbeitet der Autor nach ähnlichen Prinzipien wie jene, die er eigentlich entkräften möchte.

Warum wird eine solche Frage formuliert?

Ist Kohlendioxid ein Schadstoff?

Kohlendioxid ist kein Schadstoff, sonst müsste man dem Menschen das Atmen verbieten. Der Mensch ist selbst eine Verbrennungsmaschine. Schon wenn er den Brennwert seines Frühstücks umwandelt, emittiert er Kohlendioxid. Wenn sich 100 Menschen in einem vier Meter hohen Raum von 200 Quadratmetern versammeln, dann ist die CO2-Konzentration in diesem Raum nach einer Stunde etwa zehnmal höher als in der Erdatmosphäre. Gefährlich ist das aber nicht. Wie die Sonne, das Wasser oder der Sauerstoff hält Kohlendioxid den planetaren Kreislauf in Gang, es dient zur Ernährung der Pflanzen. In Gewächshäuser wird daher sogar zusätzliches Kohlendioxid hineingeblasen. 97 Prozent der jährlichen Kohlendioxidemissionen entstammen der Natur, etwa drei Prozent aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe durch den Menschen.

Die Frage ist doch schon Humbug. Und die Antwort vermittelt, dass man sie ernsthaft beantworten könne.

Nach dem Text ist Kohlenstoffdioxid nicht nur kein Schadstoff, sondern gar ein nützliches Gas, das unseren Planten am Wachsen hält. Für die Pflanzen gilt das sicherlich. Für Lebenwesen sind hohe Konzentrationen von CO2 allerdings tödlich – nicht umsonst wird an Höhleneingangen oft davor gewarnt, Hunde auf dem Arm zu tragen. Die CO2-Pfützen in den Mulden könnten sonst unangenehme Folgen haben. Immerhin bekommt man davon kaum was mit: CO2 ist geruchslos.
Diese Konzentrationen finden sich freilich nicht in der Atmosphäre.

Die Absicht des letzten Satzes dieser Erklärung finde ich ebenfalls zweifelhaft. Natürlich ist der Anteil des anthropogenen Kohlenstoffdioxids am gesamten Kohlendioxidhaushalt relativ gering. Wenn man allerdings bedenkt, dass das “natürliche” CO2 in einem geschlossenen Kreislauf arbeitet, aus dem seit Millionen von Jahren Biomasse – die heutigen fossilen Brennstoffe – herausgetrennt wurde und nun innerhalb von einigen Jahrzehnten wieder hineingeblasen wird, dann werden die restlichen 3 Prozent plötzlich sehr relevant. Sie sind nämlich auf der sensiblen Waage zusätzlich im Spiel.

Wenn man die feinen und mehrfach gekoppelten Gleichgewichte der Atmosphäre kennen lernt, dann ist klar, dass man keine 1:1 Übereinstimmung herleiten kann, dass das CO2 als einziger Grund für den erhöhten Treibhauseffekt verantwortlich ist. Aber man kann es auch nicht ausschließen und die Indizien wiegen schwer.

Ich hätte mir eine etwas gemäßigtere Form der Informationen gewünscht.

Tex auf SpOn

Das kommt doch nicht alle Tage vor, dass sich SpOn in einem Artikel TeX widmet und vorstellt. Zwar wird aus dem kurzen Artikel nicht wirklich jemand schlau, aber die Erwähnung ist schon schön.

Ich merke inzwischen, dass die Arbeit mit LaTeX im Schulumfeld kaum sinnvoll ist. Zwar setzt ich zur Zeit noch meine Klausuren und gelegentlich Arbeitsblätter damit, der Austausch von Informationen wird aber doch erheblich behindert, da man nur PDFs weiterreichen kann und auch die Archivierung nicht so simpel ist. Immerhin muss man das PDF und mindestens das .tex Dokument aufbewahren – also für jedes Dokument zwei Dateien.

Dennoch bin ich froh, dass ich mit dem Programm arbeiten kann und meine Examensarbeiten geschrieben habe. BibTeX und TexShop haben mir viel Zeit und Frust erspart.

Vorlagen für LaTex gibt es u.a. hier.

Wer gerne in LaTex einsteigen möchte, dem sei die Einführung von unimac.ch empfohlen:
http://unimac.switch.ch/services/latex/latex-why.de.html

Plötzlich näher

Die weltweite Nahrungsmittelkrise geistert seit Wochen durch die Medien. Zur Kenntnis genommen – beim nächsten Einkauf geschnaubt, dass ja wirklich einige Sachen teurer geworden sind. Das ist doch wirklich ärgerlich. Thema abgeschlossen, betrifft mich ja weiter nicht und man kann es sich ja leisten.

Dann kam diese Mail von meinem Bruder aus Lambarene/Gabun:

Ah, und dann gab es gestern auch kein Brot in Lambarene, weil das Mehl in Libreville so teuer geworden ist. Die Auswirkungen der gestiegenen Preise merkt man sofort. 1 Tag ohne Brot geht ja noch, aber wenn es Wochen werden, fände ich das nicht so cool, dann müsste man auf Reis umsteigen. Haben uns heute gleich ne ordentliche Ladung Baguette direkt von der Bäckerei abgezweigt, bin aber mal gespannt, wie es weiter geht.
Bis dann, 
Wir sitzen alle im gleichen Boot? Klar, aber wir sitzen in Europa doch halt auf den oberen Decks, sodass das langsam eintretende Wasser erstmal unten wirken kann. Vielleicht fällt uns ja noch was ein, bis es oben ankommt. Oder das Problem löst sich von selbst? Was hoffen wir eigentlich? 
Immerhin tun wir was: Mehr Entwicklungshilfe. Beruhigt das Gewissen ungemein. Morgen gehts dann unbesorgt auf eine Geburtstagsfeier – wir machen lecker Fleisch-Frikadellen für alle (als Beilage gibt es Brot).