Monthly Archive for April, 2009

WiiBoard im Einsatz

In den letzten Tagen habe ich immer wieder mal das WiiBoard ausgepackt und stelle fest: Es wird wohl ein fester Bestandteil meiner Lernarrangements. Der Aufbau dauert nicht länger als die Schülerinnen und Schüler brauchen, ihre Materialien bereit zu legen. Und der Mehrwert ist gewaltig.

So haben wir heute mit MindMeister ein Brainstorming mit anschließender Planung der Reihe “Tropischer Regenwald” gemacht, was mit Magneten an der Tafel in der durchgeführten Art überhaupt nicht denkbar gewesen wäre. Zuerst alles sammeln, dann gruppieren, einzelne Gruppen verschieben, Gruppen mit Ähnlichkeiten auf eine Seite bringen und am Ende große Äste erstellen. Wo früher oft das Problem des Clusterns bestanden hat (wer macht es? Mitdenken der Gruppe nur schwer möglich) geht es heute mit dem IR-Stift. Man kann auch mal was verschieben und wieder zurück packen. Es kostet keine Zeit und ist visuell direkt begreifbar.

Es ist klar, dass durch ein Wiiboard noch kein offener Unterricht nötig wird. Auch die Substitution der grünen Tafel ist nicht angedacht oder machbar. Bei mir geht es vor allen Dingen darum, den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in neue Technologien zu ermöglichen und WebTools im Unterricht einzusetzen. Die schnellere Reaktionsmöglichkeit führt zu einer hohen Aktivität der Schülerinnen und Schüler und löst einen direkten Mitmachfaktor aus (“Ach, ich geh mal eben nach vorne und erkläre es da”.).

Der Aufbau

Der OHP inklusiv Tisch spielt dabei eine zentrale Rolle, da er den Beamer mit WiiRemote in Position bringt. Durch die klippertsche Sitzordnung habe ich vor einer Tischgruppe Platz, sodass keiner in seinem Blickfeld eingeschränkt wird und der Beamer nicht mittem im Raum steht. Gerade für bewegte Unterrichtsphase ist das wichtig.

WiiBoard: von oben

Vor dem OHP-Wagen steht einer der freien Einzeltische, auf dem ich das MacBook platziere. Auch hier besteht durch die Eingliederung in die Tischgruppe nicht die Gefahr, dass jemand aus Versehen dagegen läuft.

WiiBoard: von der Seite

Um das Bild vernünftig an der Wand zu sehen und vor allem mit dem Stift flüssig schreiben zu können habe ich ein Plakat aus der Reihe “Der Planet Erde” (ich glaube es ist die Darstellung des Mondes) umgedreht, sodass ich eine weisse Fläche an der Wand habe.

WiiBoard Aufbau

Überlegen muss ich noch, ob ich das orangene – und zum Glück extra lange – Stromkabel mit Panzertape am Boden befestige. Dann kann eigentlich nichts mehr schief laufen. Das würde allerdings auf Kosten der Flexibilität des Klassenraumes gehen, weshalb ich bisher Abstand davon genommen habe. Die Beobachtung, dass selbst in den Pausen die Schülerinnen und Schülern vorsichtig im Klassenraum unterwegs sind, lässt mir die Hoffnung, dass es mit der nötigen Verantwortung auch so geht.

EduCamp Nachlese

Das EduCamp war unglaublich begeisternd. Kein Vergleich mit anderen Tagungen oder Konferenzen, die ich bisher erlebt habe. Das Prinzip BarCamp hat einen ungemeinen Charme. Ich hoffe, dass sich mehr und mehr Menschen dafür entscheiden, Veranstaltungen in dieser Art durchzuführen. Voraussetzung gibt es dafür nur eine: be a neuron!

Weitere Videos bei lutzland, filterraum u.a.

EduCamp ’09 in Ilmenau

Gleich gehts los zum EduCamp ’09 nach Ilmenau.

educamp1

Mein erstes BarCamp und ich bin gespannt, was mich erwartet. Ich freue mich darauf, viele – bisher vor allem virtuelle – Menschen treffen zu können und hoffe auf viele Anregungen in den Gesprächen. Bis später in Ilmenau!

Twitter und Schule

Wenn ich von etwas begeistert bin, möchte ich diese Begeisterung auch an Andere weiter geben. Und natürlich sollen Werkzeuge, die man für sich entdeckt hat, möglichst vielfältig eingesetzt werden und die Arbeit erleichtern/innovieren.

twitter-logo

Zur Zeit ist ist Twitter en vogue. Lässt sich dieses Tool, eine Mischung aus E-mail und der Begrenzung auf 140 Zeichen einer SMS, auch in der Schule nutzen? Wenn ja, wie und wo?
Bei D21 hat sich dazu eine spannende Diskussion ergeben, auf die ich gerne hinweisen möchte: Twitter-Tool für Schule & Unterricht.

Jean-Pol Martin bei schule-anders-denken

Am 26. Januar 2010 wird Prof. Dr. Jean-Pol Martin in Wuppertal über sein LdL-Konzept im Rahmen der Reihe Schule anders denken berichten. Im Vorfeld des Vortrages wird eine Unterrichtsdemonstration durchgeführt, zu der man sich anmelden kann.

Lehrerbesoldung

In dem Beitrag “Boni für die Besten” (ZEIT Online) stellt Ludger Wössmann, studierter VWLer und zur Zeit Professor für Bildungsökonomie an der LMU, mögliche Ansatzpunkte vor, wie man das Lehramtsstudium und den Lehrerberuf auch für gute Abiturienten attraktiver gestalten kann. Lösung ist die leistungsbezogene Bezahlung von Lehrkräften.

Das Prinzip “mehr Geld = mehr Anerkennung” funktioniert in vielen Bereichen der Wirtschaft gut . Es lässt aber außer Acht, dass eine Motivation und Identifikation mit der Arbeit eben nicht immer von der Bezahlung abhängig ist, sondern von weicheren Faktoren wie Anerkennung und Vertrauen bestimmt wird.

Springen Lehrer überhaupt auf die leistungsbezogene Bezahlung an – unabhängig von den Schwierigkeiten, die sich durch bei der Bemessung dieser Art der Vergütung ergeben (hier und hier). Sicherlich, aber nicht in der Art, wie man es sich in Kreisen von Bildungsökonomen erhofft.

Wenn ich nach dem Abi das Ziel gehabt hätte, viel Geld zu verdienen, wäre ich nicht Lehrer geworden. Die scheinbar sichere Bezahlung sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei gleiche Qualifikation und Motivation in der freien Wirtschaft mehr monetäre Anerkennung geerntet wird.

Den Ansatz, den Lisa Rosa in den Kommentaren des Beitrags von Matthias Heil macht, halte ich für nachhaltiger:

Eine sinnvolle Kontextsteuerung von außen (”Anreiz” zur Veränderung) könnte sein: Abwrack”prämie” für veraltete Tätigkeitssysteme (Schulen). Und diese nicht in Form von Geld, was Lehrer am wenigsten reizt, sondern in Form von besseren Arbeitsbedingungen: kleine Gruppen, weniger Unterrichtsstunden, mehr Zeit zur Reflexion dessen, was man da tut, und mehr Zeit für die Kommunikation und Kollaboration mit Schülern, Eltern und Kollegen.

Das kostet Geld, wohingegen die leistungsbezogene Bezahlung nicht unbedingt für die Anhebung der Gehälter sorgt, sondern ausgehend von einem niedrigen Grundgehalt + Bonuszahlungen auch Einsparungseffekte zur Folge hätte (mehr…). Wird mit dieser Diskussion ausgelotet, wie die Öffentlichkeit auf das Thema reagiert?

Let´s wordle

Taggen geht auch im Unterricht.

Mit wordle.net lassen sich aus Texten oder Stichwortlisten ruck-zuck Textwolken erstellen. So lassen sich Einsstiege oder abschließende Betrachtungen in textlastigen Phasen abwechslunsreicher gestalten.

René hat sich dem Thema auch schonmal angenommen und bei lehrer-online einige Einsatzszenarien skizziert.

Ich habe mal Becks Text “Das normale Chaos der Liebe” ins wordle geworfen. Raus gekommen ist dabei das: