Wie der Frosch im heißen Wasser

Informationsüberflutung

Prof. Peter Kruse stellt die Entwicklung der letzten Jahrzehnte im Internet in drei Etappen dar: 1. Der Informationsboom (Wow! ich kann alles im Internet machen!) – 2. Der Beteiligungsboom (Cool! Dann veröffentliche ich jetzt auch noch eine Klowand als Blog) – 3. Der Empfehlungsboom (Grrr! Und was mache ich jetzt mit den ganzen Infos?).

Ein interessantes Interview, vor allen Dingen im Hinblick auf die Entwicklungen rund um Twitter als soziales Netzwerk. Dort spielen Empfehlungen und die Zuschreibung von Relevanz eine ganz besondere Rolle. Twitter ist eine kleine Abbildung der Blogosphäre – eben Microblogging.

via timoheuer

WiiBoard im Einsatz

In den letzten Tagen habe ich immer wieder mal das WiiBoard ausgepackt und stelle fest: Es wird wohl ein fester Bestandteil meiner Lernarrangements. Der Aufbau dauert nicht länger als die Schülerinnen und Schüler brauchen, ihre Materialien bereit zu legen. Und der Mehrwert ist gewaltig.

So haben wir heute mit MindMeister ein Brainstorming mit anschließender Planung der Reihe “Tropischer Regenwald” gemacht, was mit Magneten an der Tafel in der durchgeführten Art überhaupt nicht denkbar gewesen wäre. Zuerst alles sammeln, dann gruppieren, einzelne Gruppen verschieben, Gruppen mit Ähnlichkeiten auf eine Seite bringen und am Ende große Äste erstellen. Wo früher oft das Problem des Clusterns bestanden hat (wer macht es? Mitdenken der Gruppe nur schwer möglich) geht es heute mit dem IR-Stift. Man kann auch mal was verschieben und wieder zurück packen. Es kostet keine Zeit und ist visuell direkt begreifbar.

Es ist klar, dass durch ein Wiiboard noch kein offener Unterricht nötig wird. Auch die Substitution der grünen Tafel ist nicht angedacht oder machbar. Bei mir geht es vor allen Dingen darum, den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in neue Technologien zu ermöglichen und WebTools im Unterricht einzusetzen. Die schnellere Reaktionsmöglichkeit führt zu einer hohen Aktivität der Schülerinnen und Schüler und löst einen direkten Mitmachfaktor aus (“Ach, ich geh mal eben nach vorne und erkläre es da”.).

Der Aufbau

Der OHP inklusiv Tisch spielt dabei eine zentrale Rolle, da er den Beamer mit WiiRemote in Position bringt. Durch die klippertsche Sitzordnung habe ich vor einer Tischgruppe Platz, sodass keiner in seinem Blickfeld eingeschränkt wird und der Beamer nicht mittem im Raum steht. Gerade für bewegte Unterrichtsphase ist das wichtig.

WiiBoard: von oben

Vor dem OHP-Wagen steht einer der freien Einzeltische, auf dem ich das MacBook platziere. Auch hier besteht durch die Eingliederung in die Tischgruppe nicht die Gefahr, dass jemand aus Versehen dagegen läuft.

WiiBoard: von der Seite

Um das Bild vernünftig an der Wand zu sehen und vor allem mit dem Stift flüssig schreiben zu können habe ich ein Plakat aus der Reihe “Der Planet Erde” (ich glaube es ist die Darstellung des Mondes) umgedreht, sodass ich eine weisse Fläche an der Wand habe.

WiiBoard Aufbau

Überlegen muss ich noch, ob ich das orangene – und zum Glück extra lange – Stromkabel mit Panzertape am Boden befestige. Dann kann eigentlich nichts mehr schief laufen. Das würde allerdings auf Kosten der Flexibilität des Klassenraumes gehen, weshalb ich bisher Abstand davon genommen habe. Die Beobachtung, dass selbst in den Pausen die Schülerinnen und Schülern vorsichtig im Klassenraum unterwegs sind, lässt mir die Hoffnung, dass es mit der nötigen Verantwortung auch so geht.

EduCamp Nachlese

Das EduCamp war unglaublich begeisternd. Kein Vergleich mit anderen Tagungen oder Konferenzen, die ich bisher erlebt habe. Das Prinzip BarCamp hat einen ungemeinen Charme. Ich hoffe, dass sich mehr und mehr Menschen dafür entscheiden, Veranstaltungen in dieser Art durchzuführen. Voraussetzung gibt es dafür nur eine: be a neuron!

Weitere Videos bei lutzland, filterraum u.a.

EduCamp ‘09 in Ilmenau

Gleich gehts los zum EduCamp ‘09 nach Ilmenau.

educamp1

Mein erstes BarCamp und ich bin gespannt, was mich erwartet. Ich freue mich darauf, viele – bisher vor allem virtuelle – Menschen treffen zu können und hoffe auf viele Anregungen in den Gesprächen. Bis später in Ilmenau!

Twitter und Schule

Wenn ich von etwas begeistert bin, möchte ich diese Begeisterung auch an Andere weiter geben. Und natürlich sollen Werkzeuge, die man für sich entdeckt hat, möglichst vielfältig eingesetzt werden und die Arbeit erleichtern/innovieren.

twitter-logo

Zur Zeit ist ist Twitter en vogue. Lässt sich dieses Tool, eine Mischung aus E-mail und der Begrenzung auf 140 Zeichen einer SMS, auch in der Schule nutzen? Wenn ja, wie und wo?
Bei D21 hat sich dazu eine spannende Diskussion ergeben, auf die ich gerne hinweisen möchte: Twitter-Tool für Schule & Unterricht.

Jean-Pol Martin bei schule-anders-denken

Am 26. Januar 2010 wird Prof. Dr. Jean-Pol Martin in Wuppertal über sein LdL-Konzept im Rahmen der Reihe Schule anders denken berichten. Im Vorfeld des Vortrages wird eine Unterrichtsdemonstration durchgeführt, zu der man sich anmelden kann.

Lehrerbesoldung

In dem Beitrag “Boni für die Besten” (ZEIT Online) stellt Ludger Wössmann, studierter VWLer und zur Zeit Professor für Bildungsökonomie an der LMU, mögliche Ansatzpunkte vor, wie man das Lehramtsstudium und den Lehrerberuf auch für gute Abiturienten attraktiver gestalten kann. Lösung ist die leistungsbezogene Bezahlung von Lehrkräften.

Das Prinzip “mehr Geld = mehr Anerkennung” funktioniert in vielen Bereichen der Wirtschaft gut . Es lässt aber außer Acht, dass eine Motivation und Identifikation mit der Arbeit eben nicht immer von der Bezahlung abhängig ist, sondern von weicheren Faktoren wie Anerkennung und Vertrauen bestimmt wird.

Springen Lehrer überhaupt auf die leistungsbezogene Bezahlung an – unabhängig von den Schwierigkeiten, die sich durch bei der Bemessung dieser Art der Vergütung ergeben (hier und hier). Sicherlich, aber nicht in der Art, wie man es sich in Kreisen von Bildungsökonomen erhofft.

Wenn ich nach dem Abi das Ziel gehabt hätte, viel Geld zu verdienen, wäre ich nicht Lehrer geworden. Die scheinbar sichere Bezahlung sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei gleiche Qualifikation und Motivation in der freien Wirtschaft mehr monetäre Anerkennung geerntet wird.

Den Ansatz, den Lisa Rosa in den Kommentaren des Beitrags von Matthias Heil macht, halte ich für nachhaltiger:

Eine sinnvolle Kontextsteuerung von außen (”Anreiz” zur Veränderung) könnte sein: Abwrack”prämie” für veraltete Tätigkeitssysteme (Schulen). Und diese nicht in Form von Geld, was Lehrer am wenigsten reizt, sondern in Form von besseren Arbeitsbedingungen: kleine Gruppen, weniger Unterrichtsstunden, mehr Zeit zur Reflexion dessen, was man da tut, und mehr Zeit für die Kommunikation und Kollaboration mit Schülern, Eltern und Kollegen.

Das kostet Geld, wohingegen die leistungsbezogene Bezahlung nicht unbedingt für die Anhebung der Gehälter sorgt, sondern ausgehend von einem niedrigen Grundgehalt + Bonuszahlungen auch Einsparungseffekte zur Folge hätte (mehr…). Wird mit dieser Diskussion ausgelotet, wie die Öffentlichkeit auf das Thema reagiert?

Let´s wordle

Taggen geht auch im Unterricht.

Mit wordle.net lassen sich aus Texten oder Stichwortlisten ruck-zuck Textwolken erstellen. So lassen sich Einsstiege oder abschließende Betrachtungen in textlastigen Phasen abwechslunsreicher gestalten.

René hat sich dem Thema auch schonmal angenommen und bei lehrer-online einige Einsatzszenarien skizziert.

Ich habe mal Becks Text “Das normale Chaos der Liebe” ins wordle geworfen. Raus gekommen ist dabei das:

Whiteboard – Erste Schritte

Nach unbefriedigenden, weil verkrampften, Versuchen am Wochenende mit der Wiimote und dem IR-Pen am MacBook Pro Display konnte ich heute das “Billig-Smartboard” mit einem Beamer in der Schule testen.

Folgende Ausstattung habe ich verwendet:

  1. WiimoteWhiteboard von uweschmidt.org
  2. Notebook Software von smarttech.com
  3. WiiPen aus den USA
  4. Wii-Remote vom lokalen Kistenschieber

Bei der Einrichtung bin ich erstmal darüber gestolpert, dass die Wii-Remote zwar als Bluetooth-Gerät erkannt worden ist, aber nicht mit der WiimoteWhiteboard-Software arbeiten wollte. Wie sich dann herausstellte, lag es an der eingestellten Java-Version, die ich für eine andere Software auf Java 6.0 umgestellt hatte.

Die Kopplung und Kalibrierung funktioniert dann eigentlich ganz gut, wenn man die Position der Wii-Remote mal ausgelotet hat. Idealerweise liegt sie direkt über dem Beamer bei einer Entfernung von ca. 2-3 Meter.

Leider lässt die Software nur eine 4-Punkte Kalibrierung zu. Dies scheint zu wenig zu sein und ich hätte gerne 6-9 Punkte wie beim “echten” Smartboard auch. An den Ecken ist die Mauszeigerposition ziemlich exakt und deckt sich mit dem IR-Pen. Allerdings hatte ich in der Mitte des Bildes eine Abweichung von teilweise 5 cm bei einer Diagonale von ca. 1,80 m. Das ist nicht handhabbar, da man sowohl Zeichnungen wie auch Text nicht vernünftig auf die Tafel setzen kann.

Dabei hätte ich gerade für diese beiden Zwecke die neue Kombination sehr gerne genutzt. Klar, man kann Bilder und Diagramme mit dem Wii-Board prima bedienen, aber richtig genial wäre es erst geworden, wenn man auch in der Chemie sinnvoll damit arbeiten könnte. Formeln und Reaktionsmechanismen werden einmal handschriftlich an der Wand gesammelt und könnten dann beim nächsten Mal wieder hervorgeholt werden. Dafür braucht man aber wohl doch noch ein professionelles Smartboard.

Die Latenz, auf die ich bei Twitter angesprochen wurde, war in meinem Toleranzbereich. Zwar wird die Aktion nicht 1:1 übertragen, aber ich konnte flüssig schreiben und hatte dabei nur eine ganz leichte Verzögerung. Das störte in keinster Weise – verglichen mit der Positionierung…

Der Stift ist super. Skepsis bezüglich des “Knopfes” ist unbegründet. Lässt sich intuitiv bedienen.

Ich werde es weiter testen und berichten. Der Ansatz ist viel versprechend und die ersten Schritte machten definitiv Spaß.

Update vom 01.04.’09

“Herausforderungen Medienpädagogik”

Herr Larbig stellt seine Überlegungen zur “Herausforderungen Medienpädagogik” vor. Da wir an der Schule auch an diesem Thema arbeiten, möchte ich die Gedanken kurz kommentieren.

These 1: Prävention durch Aufklärung über Risiken.
Aufklärung z. B. über rechtliche Fragen im Umgang mit Bildern und Audiodateien im (Recht am eigenen Bild, Urheberrecht) so früh wie möglich, z. B. im Zusammenhang mit dem sog. Computerführerschein, der oft schon in der Grundschule eine Rolle spielt.

Wir machen das seit 1 Jahr durch die Einführung des Faches “Medienerziehung” (Infos). Dabei geht es nicht um einen Computerführerschein (was ein antiquiertes Wort!), sondern den SuS bei den ersten Schritten zu helfen und sie damit auch für Gefahren und Chancen zu sensibilisieren. Im Konzept wird auch die Fortbildung der Lehrenden und Information der Eltern berücksichtigt.

These 2: Prävention durch kritische Beschäftigung mit digitalen Medien.
Integration und kritische Reflexion der von Jugendlichen genutzten Kommunikationswege (SMS, MMS, Chat, schuelervz, myspace, facebook, skype etc.) in allen Jahrgangsstufen...

Hier ist wohl in erster Linie die/der Fachlehrer/in gefragt – unabhängig von der Integration in die Fachcurricula. Und Fortbildungen haben eine begrenzte Wirkung, da man gerade im Umgang mit dem Internet eigene Erfahrung einbringen muss (Authentizität ist besonders wichtig).
Mit dieser Perspektive berühren wir die grundlegende Frage der Lehrerausbildung, ob man in erster Linie Fachmann oder Pädagoge sein muss. Im Tool “Internet” verwisch die Grenzen wie bisher selten, da es eher Methode als Inhalt ist.

These 3: Prävention durch produktiven und medienpädagogisch sinnvollen Einsatz digitaler Medien und somit der Förderung von Medienkompetenz.
Durchführung von Unterrichtsprojekten, die den produktiven Umgang mit den von Jugendlichen genutzten digitalen Medien integrieren

Daher vergeht bei mir keine Woche, in der ich nicht in mindestens einem der Kurse mit dem Computer arbeite. Und es ist selbstredend, dass SuS über Chats, Mails und Foren Kontakt aufnehmen können (wobei ich mir offen halte, nicht immer direkt zu antworten).

Anmerkung: Gerade in der letzten Woche habe ich wieder gemerkt, wie intuitiv die iLife Software von Apple ist. Nach einer Einführung von fünf Minuten in das Programm GarageBand haben 6 Schülerinnen in zwei Mittagspausen Podcasts zu den Edelgasen erstellt.

These 4: Sanktion bei missbräuchlicher Nutzung digitaler Medien
Konsequentes Handeln bei Bekanntwerden von missbräuchlicher Nutzung digitaler Medien, z. B. im Kontext einer Schule.

Ob nun Mobbing in SchuelerVZ oder in Wikipedia ausgetragene Beleidigungen. Die Reissleine muss in diesen Fällen voll gezogen werden und dem Schüler deutlich gemacht werden, dass auch im Internet Öffentlichkeit herrscht und die Schule so etwas nicht duldet.

Leider steht man bei diesen Maßnahmen immer sehr dich an jenen Personen, die das ganze Internet eh für “böse und überflüssig” halten. Aber dem muss man sich wohl stellen und – nachdem sich die Wogen gelegt haben – wieder in Opposition gehen und best-practive machen :) .

Joe’s Non-Netbook

via: martinriemer

Digitale Tafeln

René hat in den letzten Wochen das interaktive Whiteboard entdeckt und sich eine low-cost Version mit Beamer und Wii-Remote hergestellt. Eine Sache, dich ich auch unbedingt probieren möchte.

Wir haben in der Schule bereits zwei Smartboards und nutzen diese in den NT-Raum. Ich nutze es in erster Linie dafür, Webseiten wie beispielsweise ein gemeinsames Wiki zu zeigen und durch die Webseite zu navigieren. Es ist für alle angenehmer, wenn man dafür nicht gebückt in einer Ecke über dem Computer stehen muss, sondern sich frei bewegen kann.

smartboard

Auch spontane Skizzen sind mit dem in der Software integrierten Notebook schnell für alle sichtbar erstellt und erfreuen die Schüler/innen bis weit in die Pausen hinein. Praktisch ist, dass die Ergebnisse nicht weggewischt werden müssen, sondern abgespeichert sind und beim nächsten Mal wieder geöffnet werden können.

Gerade für diesen Einsatz wünsche ich mir Smartboards auch im GL-, Chemie- und SoWi Unterricht. Tafelbilder, die in einer Stunde gemeinschaftlich entworfen wurden, haben eine hohen Wiedererkennungswert. Darin liegt ein nicht zu unterschätzender Vorteil für den getackteten Lernprozess an den Schulen, den wir mit den grünen Tafel bisher nicht nutzen können. Das Fotografieren der Tafelbilder löst das Problem nicht wirklich, auch wenn die Bilder für die Schüler/innen im moodle hinterlegt werden.

Eine Wandtafel bleibt aber – egal ob grün oder weiss – ein frontales Medium. Einzig der Inhalt kann bei einer weißen Tafel erheblich flexibler sein und  auch für die Ideen der Wandtafel 3.0 von Beat Döbeli offenstehen. Sein Vortrag – den ich an anderer Stelle mal erwähnt hatte – vergleicht die klassische Wandtafel mit den Wikis und zieht dabei interessante Parallelen (ab Min. 14:45 h).

Shift happens

Das Video ist von 2007. Und obwohl es so alt ist lohnt es sich immer wieder – auch wenn es irgendwann nerven sollte – Geschichten wie diese anzusehen.

Welche Aufgabe hat Schule?
Geht es um die Tradierung von Wissen nach klassischer Vorstellung?
Geht es um Erziehung, die nicht mehr im doppelt-berufstätigem Elternhaus vollzogen wird?
Geht es darum, die Schüler/innen im Umgang mit Tools der Kommunikation fit zu machen (“Web 2.0″)?
Oder geht es um Grundlagen und Einblicke in das, was war, um die Zukunft zu gestalten?
Was ist mit Büchern – spielen diese noch eine Rolle? Oder machen wir in Zukunft nur noch Wiki?
Was ist mit geschützen Räumen, in denen man König sein darf (Kinderzimmer)?
Wie bildet sich ein kritischer Geist?

Bevor ich die Fragen vertiefe mache ich lieber für morgen mal den Unterricht fertig und bringe den Schülern bei, wie man das MWG in Gleichgewichtsberechnungen nutzt. Das braucht man.

Lehrer bloggen

Überraschend habe ich – auf der Rückfahrt vom ADE Meeting in München – festgestellt, dass man bluemac.de als Lehrerblog eingeordnet hat. Im Rahmen der Initiative “Lehrerblogs 2009” wurde dieser kleine Blog von Lehrerfreund in der Kategorie “Etablierte” geführt. Wow. Hätte damit nun wirklich nicht im geringsten gerechnet.

Ist denn das hier überhaupt ein Lehrerblog? In der Tat arbeite ich als Lehrer und versuche den ein oder anderen Gedanken aus dem Bildungsbereich zu bloggen. Die Themen haben in den letzten drei Jahren unregelmäßiger Beiträge oft gewechselt. Mal ging um Bologna, dann um den schulischen Einsatz der Computer und zwischendurch gab immer wieder Hilfen, die ich selber gerade für meinen Alltag gebastelt habe.

Leider ist es nicht immer problemlos, die aktuellen Themen der Schulgemeinschaft auch ins Web zu tragen. Bei den (zugegeben wenigen) kritischeren Beiträgen, die auch eine eigene Meinung implizierten, gab es oft innerhalb der darauffolgenden Tage ein Gespräch auf dem Flur der Schulleitung – glücklicherweise immer konstruktiv.

Es scheint kein Einfaches zu sein, aus dem Schulalltag etwas anderes als normierte Meldungen zu berichten. Zu sensibel ist das System Schule trotz aller Stabilität, die es im Inneren auszeichnet.

Ich freue mich, dass mein kleines Experiment hier zur Kenntnis genommen wird.

Schnelles Feedback einholen

GoogleDocs bietet seit einiger Zeit die Möglichkeit, Umfragen zu erstellen und in der Tabellenkalkulation auswerten zu lassen – auch ohne dass der Besucher einen Google Account hat.

Diese Funktion bietet sich vor allem für schnelle Feedbacks an, die nicht über lange Zeit laufen und einem kleinen Benutzerkreis zugänglich gemacht werden sollen. 

“Lernen heute” hat die Funktionen für den Einsatz in der Schule vorgestellt:

Ruck-Zuck Feedback mit Google Text und Tabellen.

10 Thesen zur Schule und der Rolle des Netzes

Werner Hartmann hat 10 Thesen aufgestellt, welche Rolle der Computer und das Internet in Zukunft an den Schulen spielen wird. Einen Überblick über die – wahrscheinlich kaum kontroversen – Thesen gibt es bei netzlernen.ch:

http://netzlernen.kaywa.ch/p1056.html

Was bringt uns zum Erfolg?

via: MindLounge

Wissenscontainer

Nach der Idee des LdL Pädagogen J-P. Martin, und spontanen Kontakten über Twitter entsteht ein realer, wenn auch kleiner Wissenscontainer über das Thema Web 2.0 und Schule in der Wikiversity. Das Projekt ist jetzt knapp 1 Woche alt und ich bin sehr gespannt, was sich daraus noch entwickeln wird.

Für meinen Teil hat Twitter damit ein weiteres Mal bewiesen, dass es nicht nur eine Zeittotschlagmaschine ist, sondern auch Kontakte ermöglichen kann, die ich in klassischen Medien wahrscheinlich nicht bekommen hätte.

Achtung, Internet.

Erreicht man mit solchen Kampagnen – öffentlich finanziert – das Ziel einer aufgeklärten Gesellschaft, die sich mit neuen Medien offen aber kritisch auseinandersetzt?