Merlin Mann, omnipräsent wenn es um die Arbeitsorganisation geht – speziell GTD – hat seine Gedanken zu einer sauberen Inbox vorgetragen. Das Video gibts hier:
via: surfgarden
blog @ bluemac
Merlin Mann, omnipräsent wenn es um die Arbeitsorganisation geht – speziell GTD – hat seine Gedanken zu einer sauberen Inbox vorgetragen. Das Video gibts hier:
via: surfgarden
Modernisierung ist aber – um in einem Vergleich Max Webers zu sprechen – kein Fiaker, aus dem man, wenn es einem nicht passt, an der nächsten Ecke wieder aussteigen kann.
Wer wirklich die Kleinfamilie in den Formen der fünfziger Jahre wiederherstellen will, der muss die Uhren der Modernisierung zurückdrehen, das heisst: nicht nur versteckt – z.B. durch Mutterschaftsgeld oder durch Imagepflege der Hausarbeit – die Frauen aus dem Arbeitsmarkt verdrängen, sondern offen, und zwar nicht nur aus dem Arbeitsmarkt, sondern gleich auch aus der Bildung; das Lohngefällt wäre zu verstärken; letztlich müsste auch die gesetzliche Gleichstellung rückgängig gemacht werden: es wäre zu prüfen, ob das Unheil nicht schon beim allgemeinen Wahlrecht angefangen hat; Mobilität, Markt, neue Medien und Informationstechnologien usw. wären einzuschränken oder zu verbieten.
Kurz, die unhalbierbaren Prinzipien der Moderne müssten halbiert werden, und zwar dem einen Geschlecht – natürlich – zugewiesen, dem anderen – natürlich – vorenthalten werden und dies ein für allemal.
Quelle: U. Beck: Risikogesellschaft – Auf dem Weg in eine andere Moderne, edition suhrkamp, Frankfurt a. M, 1986, S. 198.
Da habe ich mich wohl doch verschätzt und bin einem technologischen Irrglauben verfallen. Das Internet ist weit weniger verbreitet und verfügbar als ich es unreflektiert angenommen hatte.
Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab! -Â Gedankensplitter
Eine schöne Auflistung….
Betrachten wir die Aussagen von Frau Hermann aus einer anderen Perspektive: Die Familie ist in der frühen Industriegesellschaft nach Beck gekennzeichnet gewesen von einem Zerfall in Moderne (Arbeitswelt des Mannes) und Gegenmoderne (Hausarbeit der Frau).
Mit einem fortschreitenden gesellschaftlichen Wandel wird zunehmend auch der Teil der Gesellschaft, der bisher durch “Liebe” und “Ehe” in ständischen Strukturen festgehalten wurde, marktwirtschaftliche durchdrungen.Ausgehend von dieser Vollvermarktung wird sich eine Gegenmoderne, wie von Frau Herman erwünscht, nicht einfach wieder herstellen lassen. Die Freisetzung in paradiesische Ursprünge – verstanden als marktwirtschaftlich nicht durchdrungene (Teil-)Gesellschaften – hat bisher noch nicht funktioniert.
Die unbezahlte Familienarbeit wird dem Grundriß der alten Industriegesellschaft nach als natürliche Mitgift qua Ehe zugewiesen. Ihre Übernahme bedeutet prinzipiell Versorgungsunselbständigkeit. Wer sie übernimmt – und wir wissen, wer das ist -, wirtschaftet mit Geld aus »zweiter Hand« und bleibt auf die Ehe als Bindeglied zur Selbstversorgung angewiesen. Die Verteilung dieser Arbeiten – und darin liegt die feudale Grundlage der Industriegesellschaft – bleibt der Entscheidung entzogen. Sie werden qua Geburtund Geschlecht zugewiesen.
Quelle: Beck/Beck-Gernsheim: Das ganz normale Chaos der Liebe, Frankfurt 1990, S. 36
Sollte Frau Herman vielleicht eine der letzten Romantikerinnen sein, die sich in dieser Hinsicht garnicht so weit entfernt von den von ihr eigentlich gescholteten ’68ern?
Mit populistischen Parolen und naiv-biologistischen Vorstellung einer geordneten Welt hat Eva Herman inzwischen ja mehrfach auf sich aufmerksam gemacht. Bisheriger Höhepunkt war “Das Eva-Prinzip”…
Jetzt legt Frau Herman mit “Das Prinzip Arche Noah” nach. Bei der Buchvorstellung ist ihr dabei rausgerutscht, was nicht wirklich verwundert:
In diesem Zusammenhang machte die Autorin einen Schlenker zum Dritten Reich. Da sei vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler, aber einiges eben auch sehr gut. Zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter. Die hätten die 68er abgeschafft, und deshalb habe man nun den gesellschaftlichen Salat. Kurz danach war diese Buchvorstellung Gott sei Dank zu Ende.
Quelle: Hamburger Abendblatt
Für viele sicherlich nichts Überraschendes, dies aus Frau Hermans Mund zu hören. Andere, die sich bisher mit den Sprüchen “das ist doch eine vernünftigen Ansicht, dass man die Rollen überdenken sollte. Die Kinder brauchen ein geschütztes Zuhause…” herausgeredet haben, sollte jetzt die Tragweite bewusst werden. Hoffentlich.Ist Frau Herman unter diesem Umständen im GEZ finanzierten Rundfunk noch haltbar? Ich als Beitragszahler denke nein.
Wer sich auf solch anachronistische Weise äußert, gehört nicht an ein öffentliche finanziertes Sprachrohr wie TV oder Radio.
China ist da noch deutlich kreativer. Wer in Zukunft wiedergeboren werden möchte, kann dies nicht ohne staatliche Bestätigung tun. Wäre ja auch zu blöd.
Was ist eigentlich ein Wiki? Ein Lexikon? Oder kann man das auch sinnvoll nutzen?
ToolBlog hat dazu ein hilfreiches Video ausgegraben:
Trotz dieser menschenverachtenden Schwulenhatz wird dieses Thema in der bundesdeutschen Öffentlichkeit weitgehend ignoriert.
Alice Schwarzer verkauft sich an Bild. Erschreckend, was aus Idealisten werden kann.Â
Doch ich habe zugestimmt. Ganz einfach, weil ich finde, dass es nicht schaden kann, wenn in so einer Runde – von Gandhi bis Willy Brandt – auch mal eine Frau auftaucht. Und eine sehr lebendige noch dazu.
Ist das eine Begründung? Ich empfinde das als sehr zweifelhaft, gerade im Hinblick auf das Medium.Â
Neben der polnischen Intervention nach der neuen Stimmverteilung (Quadratwurzel…) haben vor allem die Englänger mit ihrer ablehnenden Haltung gegenüber einem zu einflussreichen EU-Außenminister und der Grundrechte-Charta auf sich aufmerksam gemacht.
Kann man die Angst vor einem EU-Außenminister aus strategischer Perspektive des Inselvölkchens verstehen, stieß die Sache mit den Grundrechten bei mir auf Verwunderung. Wie kann man denn dagegen sein? Und: Was steht da überhaupt drin?
Dagegen sind sie wohl aus verfassungsrechtlichen Gründen…. Da England bisher keine schriftliche Verfassung besitzt, kann eine solche Charta bei ihnen unangenehme Gerichtsprozesse nach sich ziehen. Da müssen sie aber wohl durch, da sich auf Dauer nicht verhindern lassen wird, dass die EU einen eigenen Rechtsstatus erhält.
Und die Grundrechte selber? Eigentlich kann über die gar nicht mehr abgestimmt werden. Sie sind schon verabschiedet worden; in Nizza 2001. Aber darf die Verfassung darauf verweisen? Das sind Pokerspielchen, die eigentlich nur das Ziel haben, den Verfassungsvertrag zu verzögern. Denke ich.
Hier [PDF |Â 96 KB] kann man übrigens einen Blick in die Grundrechte-Charte der Europäischen Union werfen.
Diejenigen, die ihre Freiheit zugunsten der Sicherheit aufgeben, werden am Ende keines von beiden haben – und verdienen es auch nicht.
Benjamin Franklin (oder Johnson)
Einen Überblick mit Einschätzungen über die gegenseitigen Absichten und Erwartungen der Gruppen in Rostock hat Telepolis zusammengestellt: TP: Alle gut gelaunt, nur die Schwarzen nicht
Ein Schwarzer Block liefert genau die Bilder, die der Staatsapparat braucht, um seine monströsen Sicherheitsmaßnahmen zu rechtfertigen. Somit erfüllen auch Autonome (die, wie wir gesehen haben, hier gar nicht autonom handelten) eine Planstelle in der spektakulären Ökonomie und sind Bestandteil des kulturindustriellen Orchesters.
Zitiert aus TP nach che2001.
Die Gelehrten von heute verschreiben sich dem Internet: Setze deinen Namen unter den Vertrag, logge dich ein und öffne dein Bewusstsein für ein Universum der Information und der Macht. Allwissenheit und Allmacht: nur ein Mausklick!
Der Preis? Hör einfach die Internet-Protagonisten an: Alle Informationen sind umsonst! Aber wenn wir erst einmal online sind, zahlen wir mit einer Währung, die weit mehr wert ist als der Doller. Der Mephisto von heute verlangt nach einem äußerst kostbaren Gut: der Zeit, über die wir auf Erden verfügen.
Aus: C. Stoll: LogOut, Verlag S. Fischer, Frankfurt a. M., 1999.
Nach langen Jahren interner Diskussionen an den Hochschulen, die ich als Student begleiten durfte, wird die Diskussion jetzt auch wieder mal in der Öffentlichkeit aufgefrischt. Bachelor & Master werden in Zukunft die Basis jeden Hochschulstudiums sein. Auch die Staatsexamensfächer wie Arzt, Jurist oder Lehrer sind davon betroffen. Zwar läuft aktuell noch das Staatsexamens als offizieller Abschluss, aber wie lange sich das noch halten wird? An der Uni Wuppertal haben ‘wir’ bereits das konsekutive Studienmodell für Lehramt übergreifend eingeführt. Ab WS 07/08 kann man kaum etwas anderes studieren. Lehramt selber geht also nur im Master, Schwerpunktsetzung zwar auch im Bachelor, aber unverbindlich.
Ist das gut? Eigentlich hinfällig, hier eine Bewertung zu machen. Es ist eben so, und der Illusion, den Bologna Prozess jetzt noch zu stoppen, will sich doch keiner wirklich hingeben, oder? Zu sehr sind die dort angedachten und verabschiedeten Ideen inzwischen angestossen worden, sowohl in der Schule wir auch an den Universitäten. Das dauert wohl noch wieder mindestens 15-20 Jahre, bis wieder ein neuer Ansatz zu Tage tritt.
Und bei aller Kritik: Bei der Umsetzung dürfen sich auch die Fächer an den Hochschulen nicht auf die Position zurückziehen, sie hätten das Optimale herausgeholt. Aus meinen Beobachtungen wurden die alten Studienordnungen oft einfach übertragen, umgeschrieben und umgemodelt, sodass sie auf das Bachelor System passen. Selten nur wurde richtig ausgemistet und neu komponiert. Wäre eine Chance gewesen.
Der Vorwurf bleibt, dass es um mehr Praxis und weniger Wissenschaft geht. Zumindest für den Bachelor. Aber war das nicht immer die Forderung der Wirtschaft, die von vielen Anderen getragen wurde? Gerade die Studierenden haben das immer wieder bemängelt, zumindest was das Lehramtsstudium angeht: “Was bringt mir das denn? Wie soll ich denn dann in der Schule reagieren? Was mache ich denn, wenn ein Schüler…”.
Jetzt haben wirs.
Wissenschaftlichkeit, kritische Auseinandersetzung mit dem status-quo, die “Befreieung aus der selbstverschuldeten Umündigkeit”: Wer studiert denn schon mit diesem Gedanken! Es geht darum, schnell fertig zu werden um a) wenig Studiengebühren zu zahlen und b) schnell in den Beruf zu kommen. Ich arbeite um zu leben. Verübeln kann mans keinem.
Wie ich darauf komme? Gerdade den Artikel gelesen und wollte nur mal kurz kommentieren:
Neue Studienabschlüsse: “Ein Bachelor-Arzt? Niemals!” – UniSPIEGEL – SPIEGEL ONLINEÂ
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