Tag Archive for 'Lehren'

Wer kann es denn? Umgang mit digitalen Medien.

Die Schülerinnen und Schüler sind digital naives, die Lehrenden können es auch nicht besser. Wer kann es denn?

Wir befinden uns in einem Transformationsprozess. Die Gesellschaft hat da etwas Neues entdeckt und stürzt sich nun auf die Suche, irgendwelche Handlungsmuster herauszuarbeiten, wie damit umzugehen sei. Für die Schule ist dabei die zentrale Frage: Wer ist der Wissende?

Genau in dieser Frage könnte sich aber eine Bruchstelle finden, die das alte Wissens-Paradigma (begrenzt, geschlossen) vom neuen (unendlich, offen) trennt. Es geht nicht mehr darum, wer die Fakten weiss. Das zählte früher.

Das Wissen ist heute nicht mehr begrenzt, sondern steht allen uneingeschränkt offen. Merkbar wird das zum Beispiel in der Schule, wenn einem ein Schüler der 5. Klasse kurzerhand erklärt, wie das mit den Atomen in der Chemie so sei (Lehrplan: 8. Klasse). Er hat sich selber informiert und war nicht auf die Rationierung durch den Lehrenden angewiesen.

Es zählt nicht mehr das Wissen an sich, sondern die Kompetenz, wie man für sich selber in einem Neuronenstrom Orientierung finden kann.

Dynamische Vorlesung

Die dynamische Vorlesung von Prof. Jean-Pol Martin ist inzwischen stark gewachsen. Ich möchte die Gedanken hier im Blog nicht erneut aufgreifen (kommentiert habe ich dort bereits), sondern einfach dem geneigten Leser, der Interesse am Lernen, der Schule und der Weltverbesserung hat, freundlich darauf hinweisen.

Wo sonst hat man – befreit von CPs und Vorlesungszeiten – die Gelegenheit, sich weiter kritisch mit seinem schulischen Handeln auseinanderzusetzen. Es lohnt sich.

Die dynamische Vorlesung.

Urheberrecht und Lehrende

Notiz an mich, und Hinweis auf einen interessanten Artikel bei Schwellenpädagogik: Die Sonderregelung für Lehrende ist verlängert worden, sodass man auch weiterhin kopieren darf. Wäre auch blöd, das aufzuheben…

Quelle: Sonderregelung für Lehrer im Urheberrecht verlängert.

Was wäre wenn: Stundenplan

Hatte mir vor knapp einem Jahr mal überlegt, wie man eigentlich einen “Stundenplan” gestalten könnte, bei dem ich als Schüler selber gerne mitmachen würde und dem ich auch aus der Sicht des Lehrers etwas abgewinnen könnte.

Einige Ideen kamen – meine ich mich zu erinnen – aus den Lernbüros der MBS, die wir auch für unseren Chemieunterricht (Kursinterne Differenzierung | KiD) aufgegriffen haben.

Utopie und Spinnerei? Sicher. Aber warum nicht mal drüber nachdenken.

Wie sähen denn die Stundenplan-Utopien von Euch aus? Bin neugierig.

Science on stage

Vom Donnertag bis Sonntag der kommenden Woche (23.10. – 26.10.) findet in Berlin das “Science on Stage Festival 2008” statt. Der Kongress wird sich unter anderem mit der Frage beschäftigen: Alleinunterhalter oder Moderator? Der Nawi-Lehrer von morgen.

Wir haben uns von der Gesamtschule-Barmen mit dem seit einem Jahr laufenden Projekt “KiD – Kursinterne Differenzierung im Chemieunterricht” beworben und sind eingeladen worden, das Konzept dahinter vorzustellen und dabei vor allem auf die neue Rolle des Lehrenden einzugehen.

Mit einer im Projektantrag verbrieften Differenzierung in zwei Leistungsniveaus – die auch auf dem Zeugnis ausgewiesen werden – kann die Rolle des Lehrenden nicht mehr so zentral sein kann wie man das von klassischen Unterrichtsformen oft gewohnt war. Wir agieren mehr als Arrangeure, bereiten das Lernumfeld vor und stehen während der Arbeit den Lernenden mit Rat zur Seite.

Bei dem Projekt hat sich für uns selber deutlich gezeigt, wie wichtig im Schulalltag die gemeinsame Arbeit in einem Team ist. Trotz aller Zeit, die die Planung verschlingt, bringt es am Ende ein Mehr an Spaß bei der Arbeit. Und im weiteren Verlauf ergibt sich auch wieder eine Zeitersparnis, da man die gemeinsamen Arbeitswerkzeuge mit neuen Erkenntnissen etwas anpassen und erneut einsetzen kann.

Finden sich zufällig weitere Leser in Berlin auf dem Kongress ein?

Sitzordnung

Angestossen von chbeer wollte ich über die Wahl der Sitzornung bei uns berichten. Auch wenn ich lieber ein völlig mobiles Klassenzimmer hätte, so sind durch die hohen Klassenfrequenzen doch gewisse Grenzen gesetzt, denen man Rechnung tragen muss.

Wir haben folgende Sitzordnung gewählt, bei der das Lehrerpult zur Seite rutscht und nicht mehr im Zentrum steht. Dort ist nun Platz für Aktivitäten. Mit wenig Aufwand kann man das Forum durch Verschieben von drei begrenzenden Tische noch so erweitern, sodass man Kreismethoden wie das Kugellager problemlos machen kann.

Für die Sitzordnung selber haben sich zuerst die Schülerinnen und Schüler einen Lernpartner ausgesucht, mit dem sie zusammen lernen wollen. Diese Gruppe wird von den Klassenlehrern nicht angerührt – hier haben sie volle Autonomie. Grund: Ich lerne immer in sozialen Umgebungen und nur dann, wenn ich mich irgendwie wohl fühle. Dafür ist ein Freund da.

Für die Wahl der Tischgruppen haben wir als Vorgabe gegeben, dass mindestens ein Junge und ein Mädchen an der Tischgruppe sitzen muss. Der Grund dafür sind die vergangenen zwei Jahre… Als wir die Klasse Anfang des Schuljahres übernommen haben, saßen vor uns zwei Gruppen: Links die Jungen, rechts die Mädchen. Dass dies unsinnig ist und Mädchen wie Jungen eigentlich ‘ganz ok’ sind und nicht per se ‘weh tun’ haben sie schnell mitbekommen :) . 

Allerdings haben wir die Regelung nicht mit Gewalt durchgedrückt. Das Klima ist wichtiger.

Inspiration für die Art der Wahl ist der Vorschlag aus dem Buch “Fundgrube Klassenlehrer” von S. Diepold.

MindMaps im Web

Es gibt verschiedene Wege, eine MindMap zu erstellen. In der Regel sind MindMaps, die auf dem Computer erstellt worden sind, für dritte besser zu lesen und übersichtlicher als jene, die auf dem Papier gekritzelt wurden. Für die eigenen Unterlagen mag die handschriftliche Version Vorteile haben.

Wer gerne unabhängig vom System (Windows oder Mac) arbeiten möchte, für den bieten sich webbasierte Lösungen an. Ich empfehle Euch, für die Erstellung der MindMap folgende Webseiten anzuschauen:

http://mind42.com/
http://www.mindmeister.com/
http://www.mindomo.com/

(Alle drei Webseiten benötigen eine Anmeldung.)

Das schöne an den Angeboten ist, dass man die MindMaps auch “sharen” kann. 

Beispiel:
http://www.mind42.com/pub/mindmap?mid=37f99971-15ce-4457-89d6-cb234f5515e3

Das Periodensystem – diesmal spannend « Lernen Heute

Hinweis auf einen Hinweis bei lernenheute.wordpress.com: Das Periodensystem einmal komplett vorgestellt mit Videos von Experimenten und kurzen Vorträgen. Super.

Einsatzidee im Unterricht: Warum nicht die Videos gemeinsam übersetzen?

Das Periodensystem – diesmal spannend « Lernen Heute.

Lehrerleistung messen

Kurz notiert. Interessante Überlegungen. KaWa inklusive.

http://lernenheute.wordpress.com/2008/04/21/lehrerleistung-messen/

Rotthaus über die Erziehung

In der letzten Veranstaltung im laufenden Schuljahr von “schule anders denken” wird am Dienstag den 03.06.2008 Herr Dr. Rotthaus in Wuppertal über das Thema “Erziehung gestern, Erziehung heute – Erziehung von gestern für heute?” referieren.

Einen Einblick in seine Thesen finden sich auch bei podcampus. (Sowas sollte es öfter geben!)

Nach den Erfahrungen der letzten Vorträge sind diese zwar immer gut besucht, jedoch bekommt man in der Regel an der Abendkasse noch Karten.

Als wenn er es geahnt hätte: Humboldts offener Brief

Humboldt hat – wohl in weiser Vorausahnung der Entwicklung – einen offenen Brief an die Bildsungspolitiker geschrieben. Dieser Brief wurde nun entdeckt und in der SZ abgedruckt. Glück gehabt.

“Verzeihung! Sieht so Ihre Wissensgesellschaft aus? Sind Sie noch bei Trost?”

via: Randnotizen

Wii als Whiteboard-Krücke nutzen

Eine gute Idee, die sich da ein Entwickler hat einfallen lassen. Der Controller von der Wii hat eine IR Kamera eingebaut, die man als Empfäger nutzen kann, um ein digitales Whiteboard mit jedem Beamer auf low-cost Basis bauen zu können.

Insbesondere für bastelwillige Lehrer wäre das eine willkommene Gelegenheit, digitale Whiteboards zu nutzen. Leider gibts die Software Wiimote, die der Entwickler Johnny Chung Lee auf seiner Webseite anbietet, zur Zeit noch nicht für Linux und Mac OS. Hoffen wir, dass sich das ändert. Dann würde ich mir glatt eine Wii holen, um das zu testen.

via SpOn.

Quellen aus dem Internet zitieren

Peter Baumgartner hat den Dienst Webcite® in seinem Blog ausführlich vorgestellt. Mir war der Dienst bisher auch nicht bekannt und ich werde bei den nächsten Facharbeiten der Schülerinnen und Schüler darauf hinweisen, um das sinnlose Kopieren von CDs oder das Ausdrucken von ganzen Webseiten zu vermeiden.

Quelle: Webcite® – Zitieren von Internetquellen

WissensCamp als Un-Konferenz?

Eine der BarCamp  Idee nachempfundene, aber thematisch mehr auf Bildung und Schule gerichtete Konferenz schwebt mir schon seit längerem in den Gehirnwindungen. Einen Kristallisationspunkt findet sich nun bei Thorsten v. P.-K., der das BildungsCamp angehen möchte.

Noch ist alles offenen, Ideen müssen noch gesammelt werden. Wer bei so einer Veranstaltung aber gerne mal dabei sein würde, sollte sich in den nächsten Tagen und Wochen öfter mal bei macoholic umsehen. Ich hoffe, dass das was wird. 

Mehr: WissensCamp als Idee schwirrend und rotierend | Macs, GTD und das Leben

EduNex

Nach dem Ausstieg als Sponsor bei lo-net2 scheint sich die Telekom nun selber ans Werk zu machen, um ein LSM für die Schulen anbieten zu können. Mit im Boot scheinen – wie so oft – die Verlage zu sein, die darüber ihr Material anbieten wollen. Egal wie es am Ende wird, es wird sicherlich spannend und mit einem solventen Partner auch umfangreich.

Ob es allerdings dem OpenSource Portal moodle Konkurrenz machen kann? Vielleicht ist ja eine friedliche Koexistenz vom lo-net2 oder edunex und moodle möglich. Die Tools überschneiden sich ja nicht in allen Bereichen.

via: EduNex < Beat < wiki.doebe.li

Über die Notwendigkeit von Kopfnoten

Schwellenpädagik schreibt:

Darüber hinaus decken die Fachnoten unser Tätigkeitsfeld nicht umfassend ab: Wenn ein Schüler regelmäßig auf dem Pausenhof auffällt, hat dies keinen Einfluss auf irgendeine Fachnote, doch im Rahmen der halbjährlichen Würdigung der Schülerleistung ist ein Hinweis unbedingt nötig, um Ermahnungen ggf. den nötigen Nachdruck zu verleihen und – ebenso wichtig und leider zu selten praktiziert – vorbildliches Verhalten zu würdigen.

Quelle: Über die Notwendigkeit von Kopfnoten auf Schwellenpädagogik

Muss von mir als Lehrender wirklich jedwedes Verhalten im Rahmen der Schule einer Bewertung, Klassifizierung, Verurteilung unterzogen werden. Lässt sich das vom Lehrenden wahrgenommene Fehlverhalten durch eine Kopfnote nachhaltig verbessern? Bei Fachnoten würde ich zustimmen, dass die erarbeiteten Inhalte in gewissen Rahmen durch ein Raster von 1-6 wiedergegeben werden können. Bei den Kopfnoten geht es um was anderes. Verhalten darf und kann nicht durch Noten sanktioniert werden. Gerade die Sammelnote eines ganzen Kollegiums ist absolut aussagslos, da sich kaum eine Person bei verschiedenen anderen Personen immer gleich verhält. So genannte “Problemschüler” können bei einem Lehrer positiv durch Mitarbeit und Engagement – auch über den Unterricht hinaus – auffallen, während sie bei Anderen als Querschläger und “Unterrichtsverweigerer” auftreten. Und welche Note gibt man dann? Egal welche, sie wird nie der Person dahinter gerecht.

Ne, ich bin weder für fünf, noch für zwei Kopfnotenkategorien. Kopfnoten sind nicht ohne Grund vor 30 Jahren bei uns abgeschafft worden. Sie gehören sich einfach nicht.

Tafelbilder aller Fächer…

Eigentlich wollte Herr Rau ein Youtube für Lehrer, jetzt ist es erstmal eine flickr-Gruppe für Tafelbilder geworden – eher beiläufig. Ich bin gespannt, was daraus entsteht. Werde es probehalber auch gleich mal machen…

Den Sinn, Tafelbilder auszutauschen, sehe ich aber nur begrenzt. Zu spontan entstehen sie, und haben oft ihre Anknüpfungspunkte in den Gesprächen im Unterricht. Daher mache ich auch von vielen Tafelbildern nach dem Unterricht ein Foto für das moodle der Klasse. Mit dem Tafelbild vor Augen, an welchem man gemeinsam gearbeitet hat, lassen auch die Gedanken wieder besser aktivieren.

Eine Mindmap macht noch kein Tafelbild.

Aber die Sache, die hier angestossen wird, finde ich großartig. Mal sehen, was daraus noch entstehen kann.

Mehr dazu im Lehrerzimmer.

Freie Lernorte – Raum für mehr

Im (Abschluss-)Film über das Projekt “Freie Lernorte” von Schulen-ans-Netz wurde auch an der Gesamtschule Barmen in Wuppertal gedreht. Dabei ist unter Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern sowie einiger Lehrender ein durchaus interessanter Film entstanden. Anschauen und “dran bleiben”!

Freie Lernorte Video

Der Film und einige Hintergrundberichte sind hier zu finden: Freie Lernorte – Raum für mehr

Mit Babbel lernen

Community allenthalben. Wer heute etwas launcht, kommt ohne Web 2.0 und Community nicht mehr aus. Auch das Portal babbel.com wirbt damit.

Babbel ist ein Angebot zum Sprachenlernen und führt den Lerner auf unterschiedlichen Kompetenzstufen durch die Lektionen. Aussprache, Vokabeln und Co. lassen sich so im Web erarbeiten und als Methodenwechsel sicherlich auch mal im Unterricht integrieren. Schön vor allem die Funktion, sich Vokabellisten selber anlegen zu können und anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Lässt sich das nicht nutzen?

Babbel Lektion

Babbel Startseite

Die Anmeldung ist in der Betaphase kostenlos.

Zur Webseite: http://www.babbel.com/

Websuche visualisieren

Ich bin eben auf boolistic.de hingewiesen worden, mit der sich Websuchen schrittweise vornehmen lassen. Das tolle dabei ist, dass durch die Visualisierung ein Verständnis dafür aufkommt, was denn die Boolschen-Operatoren überhaupt sind und was sie tun.  

 boolistic

 Direkt zur Webseite: Boolistic